Gepackt und geschnürt. Unterwegs in kargen Landschaften
Ein Leben in Steppen, Wüsten oder Gebirgsregionen stellt Menschen vor große Herausforderungen. Extreme klimatische Bedingungen und geringe Bestände an Pflanzen und Wildtieren prägen den Lebensraum. Das Museum für Völkerkunde Dresden zeigt faszinierende, farbenprächtige Knüpfarbeiten und Flachgewebe aus den kargen Regionen von Anatolien bis Afghanistan. Es präsentiert Objekte Vorder- und Mittelasiens aus dem eigenen Sammlungsbestand, die durch einige Stücke aus Dresdner Privatbesitz ergänzt werden.
- Ausstellungsort Japanisches Palais
- Laufzeit 12.11.2026—30.04.2027
-
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag
10—17 Uhr
- Eintrittspreise Eintritt frei
Gepackt und Geschnürt. Unterwegs in kargen Landschaften
Ziehende Hirten, Halb- und Vollnomaden waren unterwegs mit Ziegen, Schafen, Pferden und Kamelen - für Stunden, Tage, Wochen, Monate oder während ihres gesamten Lebens. Die Wanderschaft zu Weiden und Wasserstellen erfolgt mit Nutztieren, die Fleisch, Milch und Wolle liefern sowie Lasten tragen. Der vielseitige Einsatz von selbstgefertigten Zelten, Taschen, Säcken, Bändern oder Decken ermöglicht dieses mobile Leben. Ob bei Hitze, Kälte, Regen, Trockenheit oder Stürmen derartige Textilien können alle Anforderungen erfüllen: von der bedarfsgerechten Herstellung über die multifunktionale Nutzbarkeit bis hin zu einer erstaunlichen Strapazierfähigkeit. Zudem bieten Textilien Oberflächen, um Dekore und Muster zu gestalten, die Zugehörigkeit zu einer Familie oder größeren Gemeinschaft auszudrücken sowie Rang und Ansehen innerhalb der Gruppe zu repräsentieren.
Die Ausstellung gibt vielfältige Einblicke zu Beschaffenheit, Funktionen und Variantenreichtum textiler Ausstattungen nomadisch-bäuerlicher Kulturen. Ein vertiefendes Begleitprogramm mit Workshops, Führungen und Gesprächsrunden ergänzen die Präsentation.
Programm
weitere
QAYAQ – Schaurestaurierung eines historischen Grönländerbootes
im GRASSI Museum Leipzig




