Erzählungen von Menschen, Dingen und Orten

im Japanisches Palais

dunkler Raum mit angeleuchteten Objekten in Vitrinen

Einleitung

Nahezu 100.000 Objekte aus allen Teilen der Welt zählt die Sammlung des Museums für Völkerkunde, darunter Skulpturen, Schmuck, Geschirr und Waffen. Beheimatet ist es im Japanischen Palais an der Elbe, nur wenige Meter vom Goldenen Reiter entfernt. So einzigartig die Exponate sind, so unweigerlich stellen sich heute Fragen nach ihrer Herkunft: Wer hat sie einst angefertigt und warum? Wie kamen sie nach Dresden? Waren sie Geschenke, wurden sie verkauft oder ihren ursprünglichen Besitzern während der Kolonialzeit geraubt?

Das Damaskuszimmer im Japanischen Palais

Ein Schmuckstück aus der historischen Altstadt von Damaskus lagert in Dresden - und könnte dazu beitragen, unser Bild vom Orient und von Syrien zu verändern. Das Dresdener Damaskuszimmer besteht aus einer prächtig mit Blattmetallen verzierten und bemalten Wand- und Deckenvertäfelung und zierte bis 1899 den Empfangsraum für Gäste in einem noblen Wohnhaus in Damaskus. 

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Detailaufnahme einer reich verzierten Holzvertäfelung
© SKD

Aktuelle Termine

  • Lecture Performance von Slavs and Tatars

    Der Vortrag untersucht durch die Linse phonetischer, semantischer und theologischer Aspekte das Potential der Transliteration – die Verwandlung der Schrift – als Strategie des Widerstands einerseits und als Forschungsgegenstand in Bezug auf Identitätspolitiken, Kolonialismus und liturgische Reformen andererseits. Anhand von drei Werkzyklen erkundet der performative Vortrag insbesondere die Notwendigkeit des Synkretismus in Zentralasien (Khorasan und Turkestan). Dieses östliche Grenzgebiet der muslimischen Welt stellt den Ausgangspunkt der Forschungen von Slavs and Tatars zum Werk »Not Moscow Not Mecca« dar. Zu allen Zeiten hat ein Marsch der Alphabete die Ausbreitung von Imperien begleitet: das Arabische den Islam, das Latein die Verbreitung des römischen Katholizismus und das Kyrillische die Orthodoxe Kirche. „The Tranny Tease“ versucht nicht, Völker oder Nationen zu emanzipieren, als vielmehr die Laute, die von unseren Zungen rollen.

     

    Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

    • Treff: Restaurierungswerkstatt Damaskuszimmer im Japanischen Palais
    • Teilnahmegebühr: Eintritt frei / Anmeldung erforderlich
  • Wir erobern, Gespräch mit Noura Dirani

    • Teilnahmegebühr: 3€ für JUNGE FREUNDE / 5€ für Gäste
    • Kontakt: Teilnahme nach bestätigter Anmeldung unter freunde@skd.museum, Infos unter www.freunde-skd.de

Zur Sammlungsgeschichte

Schon in der 1560 von August I., Kurfürst von Sachsen, gegründeten Kunstkammer fand sich Exotisches und Kurioses aus anderen Ländern und Kontinenten. Heute umfasst die Sammlung rund 100.000 Objekte. 

Zur Geschichte der Sammlung

Figur zielt mit einem Gewehr
© SKD, Foto: Mo Zaboli

Aus unserer Online Collection

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