Damaskuszimmer im Japanischen Palais
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Dialog unter Gästen – Das Damaskuszimmer in Dresden lädt ein!

Ob zum Teetrinken, Lesen, Zuhören, Verweilen, Diskutieren und Staunen: Die neue Präsentation des Damaskuszimmers und die angrenzende Ausstellung gewähren Einblick in Damaszener Gastfreundschaft im 19. Jahrhundert sowie in unterschiedliche öffentliche und private Formen der Gastfreundschaft weltweit.

 

Öffnungszeiten

täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen

  • Eintrittspreise Eintritt frei

Zum ersten Mal

Zum ersten Mal ist das Damaskuszimmer in seiner Farbigkeit und ornamentalen Komplexität in Dresden komplett aufgebaut zu sehen. Die aktuelle Präsentation gewährt nach 25 Jahren der Restaurierung Einblicke in die reich verzierte Vertäfelung mit ihren Stadtlandschaften, Blumensträußen, Obstschalen und arabischen Inschriften. Neben der Damaszener Gastfreundschaft des 19. Jahrhunderts zeigt die begleitende Ausstellung auch unterschiedliche öffentliche und private Formen der Gastfreundschaft weltweit auf und hinterfragt dabei ihre Bedingungslosigkeit.

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Eröffnung von Dialog unter Gästen – Das Damaskuszimmer in Dresden lädt ein! | Japanisches Palais

Programm

Aktuell keine Termine

Geschichte des Damaskuszimmers

Die um 1810/11 (1225 islamischer Zeitrechnung) gefertigte Wand- und Deckenvertäfelung zierte bis 1899 den Empfangsraum eines Damaszener Altstadthauses. Die aufwendig gestaltete Dekoration des aus 113 Einzelteilen bestehenden Zimmers zeigt den Reichtum, den gehobenen sozialen Status, die Bildung und das Selbstverständnis seiner vermögenden Vorbesitzer*innen. Diese gehörten dem muslimischen Teil der Bevölkerung von Damaskus an. Im März 1899 ließ Karl Ernst Osthaus das Damaskuszimmer im damaligen Osmanischen Reich für seine Sammlung angewandter Kunst erwerben und nach Deutschland überführen. Da sich Osthaus’ Museumsidee in der Zwischenzeit jedoch gewandelt hatte, kam es nie zur Ausstellung des Zimmers.

© SKD, Foto: Dario Laganà

Damaskuszimmer

Im Jahr 1930 wurden die noch verpackten Einzelteile in Hagen gefunden und durch das Bemühen von Hellmuth A. Fritzsche, einem der Erben des verstorbenen Mäzens, an das Museum für Völkerkunde Dresden verschenkt.

Die Paneele lagerten über Jahrzehnte im Depot des Museums, bis 1997 damit begonnen wurde, sie zu konservieren und zu restaurieren. Die intensive 90-jährige Nutzung in Damaskus sowie die anschließende, beinahe 100-jährige Aufbewahrung unter teils widrigen Bedingungen, führten zu einer großflächigen Ablösung der Oberflächendekoration. Die Malereien waren mit Staub, Zeitungspapier und teilweise mit Schimmel sowie Farbresten bedeckt.

Der Erhalt

25 Jahre befand sich das Zimmer im Konservierungs- und Restaurierungsprozess. Dabei war es der Anspruch, dass die Ornamentik wieder ihre ursprünglich beabsichtigte Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig sollte das Zimmer jedoch nicht seinen Charakter als gealterten und genutzten Wohnraum verlieren.

Seit seiner Demontage in Damaskus werden nun erstmals alle Bestandteile des Zimmers in ihrer originalen Farbigkeit und ornamentalen Komplexität hier in Sachsen wieder präsentiert.

Detailaufnahme einer reich verzierten Holzvertäfelung
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Mitmachen

Ihr seid eingeladen, die Räumlichkeiten für Eure Angebote und Projekte zu nutzen: Ein offener Ort des Austausches und gelebter Gastfreundschaft entsteht! Gestaltet mit – kommt vorbei, nehmt Euch einen Tee und macht es Euch bequem bei uns! Ihr habt Interesse unsere Räume regelmäßig zu nutzen? Melde Dich bei Barbara Höffer unter: voelkerkunde.dresden@skd.museum 

lesende Personen im Begegnungsraum
© SKD, Foto: Oliver Killig

weitere Informationen

Damaskuszimmer im Japanischen Palais
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Dialog unter Gästen

Mit unserem Multimedia Guide eintauchen in die Ausstellung zum restaurierten Damaskuszimmer

Damaskuszimmer im Japanischen Palais
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig
Das Damaskuszimmer im SKD Blog

Restaurierung des Damaskuszimmers

Im SKD Blog haben wir die Restaurierungsarbeiten begleitet

Förderer

Das Forschungs- und Restaurierungsprojekt wurde gefördert von:

Das Forschungs- und Restaurierungsprojekt wurde gefördert von:

Das Forschungs- und Restaurierungsprojekt wurde gefördert von:

Das Begleitprogramm zum Damaskuszimmer wird seit 2020 gefördert durch:

Ausstellungsliste

Weitere Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

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im GRASSI Museum Leipzig

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im Völkerkundemuseum Herrnhut

Buddha in einem Schrein

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im Residenzschloss

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