Museum — ein lebendiger Ort

im Japanisches Palais

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Oliver Killig

Intro

Die Geschichte der Völkerkundemuseen ist aufgrund der kolonialen Vergangenheit, in die sie eingebunden sind, ambivalent und muss kritisch reflektiert werden. Daraus entsteht eine Verantwortung, der wir uns stellen möchten. Empathie ist ein wesentlicher Motor für den Umgang mit den Sammlungsbeständen. Das Gespräch mit und nicht über die Herkunftsgesellschaften ist eine wichtige Voraussetzung, damit wir als Museumsmitarbeiter*innen zu Lernenden werden und uns selbst als Akteure in diesem Prozess begreifen, als Teil einer Community of Implication. Das Japanische Palais sehen wir als einen Ort, an dem wir das Museum gemeinsam immer wieder neu erfinden und denken können – eine Plattform für die Erneuerung unserer Beziehungen, wo wir neue Formate des Ausstellens erproben und einen Freiraum schaffen, der auch die Zivilgesellschaft zu einem hohen Maße einbezieht.

Das Damaskuszimmer

Eine um 1810/11 gefertigte Zimmervertäfelung aus Damaskus, Syrien, befindet sich heute in der Sammlung des Museums für Völkerkunde Dresden. Die aufwendig gestaltete Wand- und Deckenvertäfelung mit seinen Reliefornamenten, Blattmetallauflagen und Malereien zierte bis 1899 einen Empfangsraum für Gäste eines Damaszener Altstadthauses. In Dresden entsteht es indes in einem gänzlich neuen kulturellen Kontext wieder.

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Detailaufnahme einer reich verzierten Holzvertäfelung
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Anlässlich der Jahreskonferenz 2019 der Direktor/innen der Ethnologischen Museen im deutschsprachigen Raum in Heidelberg wurde am 6.5.2019 die folgende Stellungnahme verabschiedet.

Heidelberger Stellungnahme: Dekolonisierung erfordert Dialog, Expertise und Unterstützung

Pressemitteilung des Treffens der Benin Dialogue Group

Die Benin Dialogue Group (BDG) wurde im Jahr 2010 in Wien ins Leben gerufen und vereint kulturpolitisch Verantwortliche auf Staats- und Regionalebene, Museumsvertreter und Vertreter vom Royal Court of Benin City aus Nigeria mit europäischen Museumvertretern und Afrika-Kuratoren aus Wien, Berlin, Dresden/Leipzig, London, Leiden und Stockholm, Hamburg, Stuttgart, Oxford und Cambridge. Die genannten europäischen Sammlungen beherbergen wichtige Objekte und Kollektionen aus dem historischen Benin-Reich in Nigeria. Allen Beteiligten ging es auf informeller Ebene vor allem auch darum, ein freundschaftliches und vertrauensvolles Klima aufzubauen. Zu den erklärten Zielen der Arbeit in der BDG gehörte von Anfang an die vollständige Öffnung der Sammlungen, Sammlungsdigitalisierung und wissenschaftlicher Austausch. Die Erstellung eines digitalen Inventariums von Benin-Objekten, die in Museen der Welt bewahrt werden, dient kooperativen Projekten mit Austausch, aber auch mit Rückführung von Objekten nach Benin City, um Ausstellungen in einem neu geplanten musealen Zentrum der Stadt in den Jahren 2021/22 zu realisieren.

Pressemitteilung des Treffens der Benin Dialogue Group

Aktuelle Termine

Aktuell keine Termine

Im SKD Blog

Federhaube der Plainskulturen mit Hörnern
© Museum für Völkerkunde Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Hans Leonhard Schäufelein, Eine Gesellschaft im Garten, 1550 oder später
© Kupferstich-Kabinett, SKD, Foto: Andreas Diesend

Zur Sammlungsgeschichte

Schon in der 1560 von August I., Kurfürst von Sachsen, gegründeten Kunstkammer fand sich Exotisches und Kurioses aus anderen Ländern und Kontinenten. Heute umfasst die Sammlung rund 100.000 Objekte. 

Zur Geschichte der Sammlung

Figur zielt mit einem Gewehr
© SKD, Foto: Mo Zaboli

Aus unserer Online Collection

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